Wir ziehen Salat an oder auch alles andere

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Salat findet fast täglich seinen Platz auf unseren Essenstischen.

Kein Wunder. Denn er ist  zu fast allem kombinierbar.

Ob als Solostar mit einem leckeren Dressing oder als Kombination mit fein geschnittenen Kohlsorten und Orangen oder zusammen mit Zwiebeln und gebratenem Speck, es gibt unendlich viele Variationen von Salat.

Deshalb ist der Topstar auf dem Gemüsefeld der Salat.

Schon ab Februar können wir ihn in geschütztem Anbau säen.

Im Lauf des Jahres wird er dann in Etappen von 2-3 Wochen immer wieder neu eingesät, damit wir stets frisch ernten können.

Das geht dann bis in den Winter hinein. Eigentlich das ganze Jahr hindurch.

Nur auf die Sorten müssen wir ein Auge haben, denn die sollten zu den Jahreszeiten passen.

Im Frühjahr angefangen mit Feldsalat, Spinat und Winterkopfsalat bis dann im Sommer der Kopfsalat in allen möglichen Varianten wächst. Gegen Spätsommer bis in den Winter hinein können wir dann den Endiviensalat und Feldsalat auf den Tisch bringen. Bis wir im zeitigen Frühjahr den leckeren Postelein mit all seinen Vitaminen essen dürfen.

Wahrlich, die Natur ist ein wunderbarer Ernteschatz.


Wann sind nun die richtigen Zeiten,

um Salat einzusäen und wie mache ich das am Besten?

Anleitung zur Aussaat:

1.

Was benötige ich denn?

Du brauchst ein Gefäß. Dabei ist es egal, ob es ein spezielles Anzuchtgefäß ist oder eine Alternative. Zum Beispiel Eierkartons, längs aufgeschnittene Milchkartons,  Plastikverpackungen oder benutzte Blumentöpfe. Perfekt sind Multitopfplatten (Quickpots), wenn man gern und viel einsät.

Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass das Wasser ablaufen kann. Also immer ein paar Löcher in den Boden stechen und einen Untersetzer drunter stellen.

2.

Einsaat

Dann kommt in die Gefäße Anzuchterde. Das ist Erde, die nicht so stark gedüngt ist. Die Pflänzchen können so mehr Eigenkraft entwickeln und stärkere Wurzeln ausbilden.

Die Samen werden nun in die Erde eingebracht. Besser gesagt, auf die Erde. Denn Salat ist ein Lichtkeimer. Also erst die Erde etwas andrücken, wässern und dann die Samen auflegen. Ein wenig Erde drauf rieseln lassen oder nur etwas andrücken, nochmal kurz besprühen und fertig.

Wenn Ihr genug Geduld habt, könnt Ihr die Samen schon in gewissem Abstand säen. So etwa alle 5cm in jede Richtung. Dann braucht Ihr sie später nicht pikieren.

Wenn Ihr eine Multitopfplatte nehmt, dann kommt in jedes Töpfchen ein Samenkorn. Und erst, wenn die Pflänzchen groß genug zum Umpflanzen sind, werden sie bewegt.

Habt Ihr einen anderen Behälter genommen und die Samen einfach verstreut, dann müssen die Pflanzen, wenn sie so 4-5 Blättchen haben noch pikiert werden.

3.

Pikieren (nur bei Bedarf)

Dabei schiebt man mit einem Stiel (Eisstiel, Spieß, …) unter die Pflänzchen, hält sie am Blatt fest (Stiel ist zu empfindlich) trennt sie und setzt sie in ein größeres Gefäß um, damit sie weiter wachsen können.

4. 

Wässern

Die Erde sollte regelmäßig gewässert werden. Ich mach das gern mit einer Sprühflasche. Achtet darauf, dass die Samen immer feucht sind und nicht austrocknen. Morgens und abends  besprühen klappt bei uns sehr gut.

Irgendwann kommt dann ein kleiner Keimling zum Vorschein und die Wurzeln haben sich auch schon gut entwickelt.

Ab dem Zeitpunkt, wo die Keimblätter (die ersten zwei Blätter) Nachwuchs bekommen haben, ist es super, wenn man von unten gießt. Dann entwickeln sich die Wurzeln zu starken und kräftigen Ballen. Denn diese suchen sich den Weg zum Wasser.

Schaut einfach selbst und tastet immer mal wieder die Erde, damit der Boden nicht zu trocken und nicht zu nass ist.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man seine Pflänzchen auch nicht verwöhnen darf. Dann brauchen sie später auch nicht andauernd gewässert zu werden.

5.

Abwarten

Jetzt heißt es nur noch warten und gießen, bis sie so groß sind, dass sie umgepflanzt werden können.

6. 

Ab in den Garten

Haben die Salate nun 5-10 Blätter und sich schön groß, dann müssen die Pflänzchen oft erst noch abgehärtet werden. Das bedeutet, dass sie je nachdem, wo sie aufgewachsen sind noch an die Umstände des neuen Standortes gewöhnt werden müssen.

Das betrifft aber meist Gemüse, das aus dem geschützten Haus in das warme Beet mit voller Sonneneinstrahlung gesetzt wird. Dann stellt man die Jungpflanzen erst mal ein paar Stunden an einen geschützten Standort. Also ohne direkte Sonneneinstrahlung, aber an die frische Luft. 

Das wird dann ein paar Tage gemacht und das dann auch immer ein wenig länger, bis die Pflanzen fit für die Außenwelt sind.

Dort pflanzt sie nicht zu tief und gebt ihnen eine Standweite von etwa 25x30cm. So sind sie dicht genug und können gut wachsen.


Die frühen Sorten sollte man im Haus vorziehen. Sobald es wärmer ist, muss man das natürlich nicht mehr tun. Und wenn Ihr ein Gewächshaus oder Frühbeet habt, dann geht das auch schon früher.


Salat braucht regelmäßig Wasser, damit er keine Bitterstoffe entwickelt.

Obwohl ich sagen muss, dass wir diese brauchen. Denn bitter ist gesund. Und eine gute Mischung aus verschiedenen Salatsorten macht Lust auf mehr.

Wohin mit den Pflanzen?

Stellt Eure Pflanzen an einen möglichst hellen Ort. Achtet darauf, dass sie keine direkte Sonneneinstrahlung abbekommen. Nicht, dass sie verbrennen.

Wer regelmäßig anbauen möchte, der kann auch Kaltlichtlampen zur Beleuchtung nehmen. Das ist mega praktisch für all die jenen, die keine hellen Plätze haben.

Auf diese Weise ziehe ich meine ersten Pflänzchen, wenn die Sonne noch nicht lange genug scheint, im Keller vor. Dort habe ich Temperaturen um die 15 Grad und beschienen werden sie durch die Lampen.

Manche verlängern die Lichtdauer durch solche Lampen. Das ist zum Beispiel bei Paprika und Pepperoni ganz gut, wenn man sie früh vorziehen möchte.

Das ist aber wirklich nicht nötig. Es funktioniert auch so ganz gut und wenn man dann irgendwann denkt, “och jo”, dann kann man sich so etwas immer noch anschaffen. Ich habe es, weil unser Haus kleine Fenster und die entsprechenden Bänke hat und ich viiiiiel Gemüse anbaue.

Wer den Namen meiner Leuchten trotzdem wissen möchte:

oubo led Leuchtstoffröhre, 18 Watt 1950 Lumen, Kaltweiß 6000 K (unbezahlte Werbung)




Frühbeete bauen

Frühbeete sind bei uns am Feld ganz einfach aufzubauen.

Unsere Beete sind 1,50m breit und durch befestigte Wege voneinander getrennt.

Um ein Frühbeet zu bauen, benötigen wir nun einfach ein paar Bretter und  Schrauben, kleine Kanthölzer und eine Säge. Am Feld haben wir dann noch Glasplatten, die wir nutzen.

Eigentlich bauen wir mit einem Frühbeet ein kleines Gewächshaus, das die volle Kraft der Sonne nutzt.

Das werden wir in diesem Jahr gemeinsam am Feld machen. So haben wir die Möglichkeit, schon ganz früh Gemüse anzubauen oder vorzuziehen.


Welches sind die richtigen Sorten?

Bei uns am Feld werden nur Biosamen gesät und natürlich dann auch die entsprechenden Pflanzen. 

Die sind zwar etwas teurer, dafür oft gesünder und man kann sie meist bedenkenlos weiter vermehren. Also kauft man oft ein mal und dann vermehrt man einfach weiter. Das geht grade bei Salat super. 

Wenn dann mal ein Salat zu blühen beginnt und man lässt ihn einfach stehen, wachsen oft leckere Salate, die sich von alleine ausgesät haben. Herrlich.

Für mich ist das das allerschönste am Gärtnern.

 

kleine Töpfchen und Platten (gibt es auch oft bei Blumenläden zum Mitnehmen)
Plastikschale mit Löcher
Multitopfplatte

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